Sentiment-Routing und der EU AI Act
Wir priorisieren Support-Tickets anhand der Kundenstimmung
Rechtliche Grundlage
Artikel
Erwägungsgründe
Praxis-Beispiele
Verboten
Sentiment-Routing erkennt Emotionen von Mitarbeitenden am Arbeitsplatz — Art. 5(1)(f) verboten.
Grenzfall
Sentiment-Routing erkennt Emotionen für medizinische/Sicherheitszwecke — eng begrenzte Ausnahme, sonst Art. 50(3).
Unkritisch
Text-Sentiment auf E-Mails zur Priorisierung — niedriges Risiko, Transparenz empfohlen.
Pflicht-Trigger für diesen Fall
- Wirkt direkt auf natürliche Personen
- Entscheidungsunterstützung (Mensch im Loop)
- Erkennt Emotionen
- Nutzt General-Purpose AI (GPAI)
Zusätzliche regulatorische Overlays
Neben dem AI Act greifen für diesen Fall sektorale Vorschriften, die zusätzliche Pflichten auslösen können.
Was muss konkret geklärt werden?
Ob Dein konkreter Use-Case unter Begrenztes Risiko fällt, hängt von folgenden Detailfragen ab:
- Text-Sentiment ist meist keine "Emotionserkennung" i. S. d. Art. 3(39); biometrische/voice-basierte Emotionsanalyse schon.
- In welchem Kontext erfolgt die Emotionserkennung?
Verwandte Anwendungsfälle
Klassifiziere Deinen konkreten Fall
Der Sector-First Wizard nimmt diesen Use-Case als Vorlage und stellt nur die wirklich relevanten Rückfragen — Du bekommst Risikoklasse, Pflichten-Liste und Audit-Package in unter 5 Minuten.
Assessment starten