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GPAI-Modelle im EU AI Act

ChatGPT, Copilot, Claude, Gemini — was gilt ab August 2025?

⚡ Bereits in Kraft: GPAI-Pflichten (Art. 51–56) gelten seit 2. August 2025 für alle Anbieter und Deployer von General Purpose AI Modellen in der EU.

Was sind GPAI-Modelle?

General Purpose AI (GPAI) Modelle sind KI-Systeme die für eine Vielzahl von Aufgaben trainiert wurden — wie ChatGPT, GPT-4, Microsoft Copilot, Claude (Anthropic), Google Gemini oder Meta Llama. Im Gegensatz zu Spezial-KI für eine Aufgabe können GPAI-Modelle Texte generieren, Code schreiben, Fragen beantworten und vieles mehr.

Drei Rollen — drei Pflichten

GPAI Provider
Wer: OpenAI, Anthropic, Google, Microsoft (Basismodell)
Pflichten: Technische Dokumentation, Trainingsdaten-Transparenz, Copyright-Policy, Systemkarte veröffentlichen
GPAI Deployer
Wer: Dein KMU das ChatGPT/Copilot nutzt
Pflichten: AI Literacy (Art. 4), Transparenz gegenüber Nutzern (Art. 50), keine verbotenen Zwecke
GPAI Integrator
Wer: SaaS-Anbieter der GPAI in sein Produkt einbaut
Pflichten: Provider-Pflichten für den integrierten Einsatz, eigene Risikoabschätzung

Die wichtigste Deployer-Pflicht: Transparenz (Art. 50)

Wenn du ChatGPT, Copilot oder ein anderes GPAI-Modell für Kundenkommunikation nutzt, müssen deine Nutzer wissen, dass sie mit einer KI interagieren. Das gilt für:

  • ⚠️ Öffentliche Chatbots die KI nutzen
  • ⚠️ Automatisierte E-Mails die KI-generiert sind
  • ⚠️ Synthetische Bilder, Videos oder Sprachnachrichten
  • ⚠️ Jede KI-generierte Kommunikation die als menschlich wahrgenommen werden könnte

Achtung: GPAI + Hochrisiko

Wenn du ChatGPT oder ein anderes GPAI-Modell für HR-Entscheidungen (Bewerbungsauswahl, Leistungsbeurteilung) nutzt, bist du zusätzlich als Hochrisiko-Deployer (Annex III Nr. 4) eingestuft — mit weitaus umfangreicheren Pflichten.

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